Emmi Suhr - Palettierung Flaschen

Für Emmi, einen unserer langjährigen Kunden, durften wir dieses interessante Projekt von den ersten Ideen bis zur Umsetzung begleiten. Das Ziel war, die bestehende Lagenpalettierung und Tainerpalettierung der UHT-Milchflaschen zu ersetzen und die bisherige Handpalettierung der Past-Milchflaschen an die neue Palettierung anzubinden und somit zu automatisieren. Im selben Zug wurde die UHT-Kistenpalettierung (Top-Harassen und BN-Gebinde) an den Weitertransport ins Logistikzentrum angebunden.

Nach dem Kick-off Ende Oktober 2015 erfolgten Variantenplanungen und Gleichzeitigkeits-Betrachtungen, um gemeinsam mit dem Kunden die bestmögliche Lösung zu evaluieren. Im Anschluss wurden die Grobkosten berechnet und ein Investitionsantrag an die Konzernleitung gestellt.

Im Juni 2016 war das Projekt so weit definiert, um mit allen beteiligten Lieferanten an einen Tisch zu sitzen und die Detailplanung in Angriff zu nehmen. Herausforderungen bestanden vor allem in der Definition der Schnittstellen der einzelnen Lieferanten und den verschiedenen Steuerungen. Dies erforderte einen genauen und steten Überblick über das Gesamtprojekt sowie eine Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Ende August 2016 war das Projekt soweit fortgeschritten, dass man die Bestellungen auslösen konnte.

Zwischen September 2016 und März 2017 fand der Maschinenbau des Hauptlieferanten statt. Diese Zeit wurde genutzt, um eine möglichst reibungslose Umsetzung vorzubereiten. Es galt, den Unterbruch der drei Teilproduktionen so gering wie nur möglich zu halten. Ein Milchverarbeitungsbetrieb kennt grundsätzlich keine produktionsfreien Tage. Die Vorbereitungen und die Realisierung wurden aus diesem Grund in diverse Teilarbeiten gesplittet. Viele Arbeiten fanden an den Wochenenden statt, vor allem jene, welche an der Infrastruktur ausgeführt werden mussten. Die Umsetzung des Hauptprojekts fand im April und Mai 2017 statt. Ende Mai konnte die Anlage voll funktionsfähig von der Produktion genutzt werden.

Umzug Obermeilen nach Bischofszell

Im Auftrag von Tetra Pak, durften wir für die Bischofszell Nahrungsmittel AG in Bischofszell dieses interessante Umzugsprojekt, von den ersten Ideen bis zur Inbetriebnahme der einzelnen Kocherlinien, begleiten. Ziel war es, sämtliche Produktionsprozesse am Standort in Obermeilen in zwei Etappen 1:1 nach Bischofszell zu transferieren, ohne dass dabei für den Kunden Lieferengpässe und Qualitätseinbussen am Endprodukt entstanden.

Etappe 1: Umzug Marmelade- und Konfitüre-Produktion

Nach einem kurzen Kick-off begannen zügig die detaillierten Aufnahmen des ganzen Produktionsprozesses. Bestehende Rohrleitungs- und Instrumentenfliessschemas wurden mit der IST-Situation abgeglichen. Energielisten von Strom, Dampf, Kondensat, Wasser, Abwasser, Kühlwasser und Druckluft wurden erstellt. Sämtliche Elektroschemas aller Anlagen wurden kontrolliert und ergänzt. Anbindungen an die Rohstoffversorgung wie Zucker, Glukose etc. wurden ebenfalls aufgenommen. Um für den neuen Standort die Aufstellungslayouts zu planen, mussten zuerst vor Ort in Obermeilen die einzelnen Produktionsanlagen im Detail aufgenommen und im CAD gezeichnet werden. Vom Kocher, über Misch- und Kühlanlagen, wurden Zwischenbehälter, Pumpen bis hin zur Abfülllinie alle Komponenten des jeweiligen Kochprozesses minutiös erfasst und gezeichnet. Eine der Herausforderungen des Anlagenlayouts bestand darin, dass am neuen Produktionsort anstelle von fünf Etagen nur noch zwei Etagen zu Verfügung standen. Mittels massiven Stahl-Beton-Podesten konnte der Produktionsprozess am neuen Standort aber ohne Einschränkungen abgebildet werden. Nach einer Umsetzungsplanung wurde in Obermeilen mit allen Lieferanten eine Demontage-Vorbesprechung abgehalten, wo noch bestehende Unklarheiten besprochen werden konnten. Eine Woche später wurde die Marmelade- und Konfitüren-Produktion am Standort Obermeilen eingestellt. Sämtliche Anlagenteile wurden vorab gekennzeichnet, sodass nach dem Startschuss die Prozessleitungen getrennt und die einzelnen Anlagen demontiert und verladen werden konnten. Parallel zum Abbau in Obermeilen wurden in Bischofszell die Vorbereitungsarbeiten getätigt. Podeste wurden erstellt, Kernbohrungen gebohrt, die Zuckerversorgung mit Tagessilos wurde installiert und die Energieleitungen vorbereitet. Alle Teilarbeiten der verschiedenen Lieferanten wurden vor Ort so koordiniert, dass die einzelnen Meilensteine im Projekt termingerecht eingehalten und die Lieferanten parallel zueinander arbeiten konnten – so entstanden nie unnötige Wartezeiten. Die fortgeschrittenen Vorbereitungsarbeiten in Bischofszell liessen es zu, dass der Aufbau der einzelnen Kocher und Prozessanlagen sehr speditiv erfolgen konnte. Die Steuerschränke wurden im neu erstellten Steuerungsraum aufgestellt und direkt wieder angeschlossen. Für die Vorort-Steuerschränke wurden Metallkonstruktionen vorbereitet, sodass diese ebenfalls zügig montiert, angeschlossen und wieder in die Liniensteuerung eingebunden werden konnten. Systematisch wurden die I/O-Tests gemacht, damit die darauffolgende Inbetriebnahme reibungslos durchgeführt werden konnte.

Etappe 2: Umzug Fruchtgrundstoff-Produktion

Kaum wurden die Inbetriebnahmen der ersten Etappe erfolgreich abgeschlossen, begann das Kickoff für die Vorplanung der zweiten und umfangreicheren Etappe. Insgesamt wurden neun Kocherlinien mit allen dazugehörigen Prozesskomponenten und diverse Stand-Alone Anlagen innert vier Teiletappen transferiert. Die Vorgehensweise hierbei war dieselbe, wie bei der ersten Etappe. Der wesentliche Unterschied bestand darin, dass zusätzlich noch die Steuerungen von fünf der neun Kochanlagen ersetzt wurden. Weiter wurden teilweise die Kochprozesse mit zusätzlichen Prozesskomponenten  modifiziert. Für das aufwendige Reinigungs- und Sterilisationsverfahren wurde von Tetra Pak eine neue CIP- Anlage (Cleaning in Place) aufgebaut, welche rezepturgesteuert die automatischen Reinigungen der einzelnen Kocherlinien durchführt. Durch die tolle Zusammenarbeit zwischen dem kundenseitigen Projektleiter, den Technikern von Bina, Fachplanern und allen Lieferanten, konnten die Inbetriebnahmen aller Prozessanlagen und die darauffolgenden Produktionstests erfolgreich und termingerecht durchgeführt werden.

 

Wander Crunchy Cream

Um den bisher auswärts gefertigten Brotaufstrich im Werk Neuenegg zu produzieren, erhielten wir den Auftrag, im Rahmen einer Vorstudie eine Machbarkeitsanalyse für die Herstellung, Abfüllung, Verpackung und Anbindung an die bestehende Logistik zu erstellen.

Nach bewiesener Machbarkeit erfolgte das Vorprojekt. In diesem wurden für sämtliche Anlagen der Crunchy Cream Linie die Spezifikationen für jede einzelne Anlage ausschreibungsfertig erstellt. Mit den Ergebnissen der Ausschreibungen konnte bereits eine erste Evaluierung von möglichen Lieferanten, sowie eine Layout- und Kostenplanung erstellt werden.

Nahtlos folgten, nach Freigabe der Investition in das Hauptprojekt, die Referenzabklärungen und die Lieferantenevaluierung. Danach wurden die Detailarbeiten mit den einzelnen Lieferanten bis hin zu den Vergabeverhandlungen festgelegt. Durch den gemeinsam mit dem Kunden durchdachten Terminplan, konnten alle Detailarbeiten der 11 verschiedenen Lieferanten in benötigter Priorisierung, Detaillierung und sinnvoller Reihenfolge erledigt werden. Vor der Auslieferung der Anlagen wurden sämtliche Komponenten, im Rahmen einer Werksabnahme, nach einem klar definierten Vorgehen geprüft und abgenommen.

TEC-IT begleitete das Projekt von der ersten Idee bis hin zu den ersten Gläsern, die auf der Linie im Werk Neuenegg produziert wurden.

Natürli Zürioberland Molkereieinbau

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